Ich durfte auf der U23 WM in Duisburg vom 23.7. bis zum 26.7. für Deutschland im PR3 1x starten. Trotz meiner sehr guten persönlichen Entwicklung diese Saison,
konnte ich leider am Ende keinen meiner Gegner schlagen.
Bevor es zur WM ging, waren wir mit der gesamten U23 Nationalmannschaft, bis auf die Leichtgewichte, die erst in Duisburg dazu gekommen sind, vom 5.7. bis zum 20.7. im Trainingslager in Breisach.
In der ersten Woche ging es noch darum viel Trainingsvolumen zu schaffen und nochmal viele Kilometer auf dem Wasser zu sammeln. In der Woche haben wir nochmal viel technisch gearbeitet und ich hatte ein sehr gutes Gefühl im Boot, weil wir Punkte an meiner Technik gefunden haben, die das Boot stabilisieren und die ich gut ansteuern kann, was mir mit meiner Einschränkung sonst sehr schwer fällt. Dabei haben wir im klassischen 2,5 Tage Rhythmus trainiert, also an 2 Tagen jeweils 2 Einheiten und am dritten nur morgens eine Einheit. Als zweite Einheit sind wir meistens Rad gefahren um so viele Minuten wie möglich Trainieren zu können, was für mich auch ganz schön ist, weil ich auf dem Rad deutlich weniger eingeschränkt bin, als auf dem Wasser und dadurch mit den anderen ohne Probleme mitfahren konnte.
In der zweiten Woche sind wir vor allem Belastungen gefahren und haben uns von 250m Intervallen über 500m und 1000m Intervalle zum 2000m Relationsrennen am Ende gesteigert. Das lief bei mir bis zum Relationsrennen alles sehr gut. Im Relationsrennen hat mein linker Arm sich verkrampft, was in vielen meiner Rennen passiert, aber durch die Belastung der Vortage ist das sehr früh passiert. Durch das schlechte Relationsrennen hatte ich dann auch schon kein gutes Gefühl im Hinblick auf die WM.
Am 20.7., also am Montag sind wir dann nach Duisburg angereist, dort hatte ich erst weiterhin kein gutes Gefühl, auch weil im Training bei solchen Wettkämpfen immer sehr viele Boote auf dem Wasser sind und dieses dadurch meistens sehr unruhig ist. Am Mittwoch gab es die Möglichkeit Teststarts zu fahren, da in Duisburg mit Startschuhen, die das Boot am Bug festhalten, gestartet wird. Der lief dann auch ganz gut, wodurch ich wieder ein bisschen besseres Gefühl für mein Bahnverteilungsrennen am Donnerstag hatte. Dieses lief dann auf den ersten 1000m einigermaßen, aber auf den zweiten 1000m hatte ich die gleichen Probleme mit meinem Arm und bin letzter geworden. Danach war ich sehr enttäuscht, weil ich mir nach dem Training diese Saison und der ganzen Zeit und Energie, die ich da ganze Jahr investiert habe, schon mehr erhofft habe.
Ich wollte im Finale aber nochmal alles geben und meine Saison mit einem guten Rennen abschließen, was ich im Finale dann auch geschafft habe. Es hat leider trotzdem nur für den letzten Platz gereicht. Obwohl ich eigentlich enorme Fortschritte in meinem Rudern sehe, bin ich weit von der Spitze entfernt, was sehr frustrierend ist.

Ein Bericht von Jan
