Viele fragen sich wahrscheinlich, warum die Leistungssportler durch ganz Deutschland fahren um immer wieder die gleichen Distanzen und oft genug gegen die gleichen Gegner zufahren.
Aber gerade bei dem Vergleich von Köln und Hamburg fangen die Unterschiede schon früh an:
Die Anreise für die Regatta Köln begann bereits am Freitagmorgen mit der Trainingsgruppe in verschiedenen Autos und Bussen. Gerade der Bootstransport hat die Priorität früh loszukommen, damit keiner auf diesen warten muss.
Nach der Ankunft werden die Boote aufgeriggert und die ersten Kilometer auf der Strecke gemacht um diese kennen zu lernen.
Für die Regatta Hamburg gab es keine Anreise. Die Boote waren bereits in Allermöhe und es wurde zuhause übernachtet. Dies reduziert zwar den Stress der Anreise, sorgt aber auch dafür, dass es schwieriger ist, ins „Regatta Feeling“ zu kommen. Es fühlt sich alles zu normal an.
Spätestens am Samstag kommt aber bei beiden Regatten das richtige Feeling auf. Sportler aus ganz Deutschland sind auf dem Regatta Gelände und über den ganzen Tag verteilt hört man den Regattasprecher von den Rennen berichten.
Köln findet traditionell Ende Mai am Pfingstwochenende statt und ist damit die erste große bundesweite Standortbestimmung. Hier treffen viele Mannschaften das erste Mal aufeinander.
Für Nils und Jahvis ging es darum die gesetzten Boote aus der Hamburger Rangliste zu präsentieren. Beide gingen im 2- an den Start (mit unterschiedlichen Partnern), dazu Jahvis noch im 4x+ und Nils im 8+.
In ihren besten Läufen konnten Beiden einen 2. Platz im 2- erreichen, Jahvis dazu noch einen 4. Platz im 4x+ und Nils einen Sieg im 8+.
Hamburg findet ca. zwei Wochen nach Köln statt und gilt als letzter Härtetest vor den deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Die Regatta startet bereits am Freitag, weil das Teilnehmerfeld noch größer ist als das von Köln.
In den zwei Wochen dazwischen verbringt man noch viel Zeit in den Mannschaftsbooten und versucht sich möglichst gut in der Mannschaft aufeinander einzustellen. Dadurch kann man sehen, wer sich nach Köln steigern kann und bei dem Saisonziel in Krefeld bei der Meisterschaft die Bugspitze vorne hat.
Über die Rennen am Samstag und Sonntag konnte Jahvis zeigen, wie man sich im 2- steigern kann und hat hier einen Sieg eingefahren und dass es nicht schadet, wenn man nach einer Regatta die Bootsklasse wechselt. Er ist in Hamburg in den 8+ gestiegen und konnte dort den 3. Platz erreichen.
Auch Nils konnte zeigen wie man im 2- rudert und konnte auch einen Sieg im 2- erreichen. Im Achter hat Nils auch gezeigt, dass die Mannschaft es geschafft hat sich zu steigern und die Nase, vor den Gegnern aus Berlin, die sie schon aus Köln kennen, immer vorne zu halten.
Auch wenn man in Köln und Hamburg die gleiche Distanz fährt, fühlt sich jede Regatta doch anders an. Bei dem Saisonhöhepunkt wird zwar auch wieder die gleiche Distanz gefahren, aber wer dort die Bugspitze vorne hat und zeigen kann, wer im richtigen Moment seine Leistung erbringen kann, darf sich Deutscher Meister nennen.



Ein Bericht von Guido
